Time-Out

Time-Out_gross

Voraussetzung

Time-out bedeutet eine Auszeit für Schülerinnen und Schüler, die durch ihr Verhalten den Schulbetrieb über längere Zeit erheblich gestört haben. Der Ausschluss von der Schule kann von fünf Wochen bis zu drei Monaten (Volksschulgesetz § 24e) andauern und dient dem Jugendlichen mittels individueller Betreuung und einem klar strukturierten Umfeld zur Denkpause und zur Krisenbewältigung. Die Hauptziele sind die Entlastung der Klassen und der Lehrerschaft, sowie die Möglichkeit zur Besinnungspause für die betroffenen Jugendlichen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Vollendung des 13. Lebensjahres und eine unterschriebene Kostengutsprache der Eltern, die den Schulausschluss ihres Kindes finanzieren. Dieses Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der umliegenden Gemeinden oder bietet sich als Übergangslösung vor einer Lehre an.

 

Programminhalt und Ablauf

Der betreute Arbeitseinsatz im Netzwerk Grenchen hat die Wiedereingliederung in den Schulalltag des Jugendlichen zum Ziel. Vor dem Einsatz findet ein Eintrittsgespräch statt, an dem der Betroffene, dessen Eltern, die Schulleitung und der zuständige Case Manager teilnehmen. Gemeinsam werden die „Spielregeln“ während des Einsatzes besprochen, verbindliche Abmachungen getroffen und der Einsatzort im Netzwerk Grenchen bestimmt.
Die Jugendlichen sind während 5 Tagen pro Woche 8 Stunden täglich im Netzwerk im Arbeitseinsatz (Art der Arbeit nach Absprache). Dauert der Einsatz länger als 4 Wochen investiert der Jugendliche selbständig 2 Stunden pro Tag in den aktuellen Unterrichtsstoff. Diesen Stützunterricht organisieren die Eltern und die Schulleitung.
Die Schule und die Eltern werden regelmässig über den Verlauf des Einsatzes informiert. Bei Bedarf werden Zwischengespräche geführt. Mit Abschluss des Einsatzes findet ein Austrittsgespräch mit allen Beteiligten statt.


Qualifizierung und Ziele

Den Jugendlichen soll durch eine klare (Tages-)Struktur und individueller Betreuung die Möglichkeit zur Bewältigung der schwierigen Lebenssituation gegeben werden, um so die Wiedereingliederung in den Schulunterricht zu schaffen, was letztlich die Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulabschluss ist.

 

 

Für weitere Auskünfte kontaktieren Sie:

Bruno Mathys, Bereichleiter Berufseinstieg

Telefon: 032 654 70 00

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