Newsletter Oktober 2020 - Menschen

Alessandro Studer wurde im Programm 18-25 unterstützt und begleitet. Seit 1. August 2020 arbeitet er als Lernender Kaufmann E-Profil in der Branche Dienstleistung und Administration im Netzwerk Grenchen. 

«Im Netzwerk Grenchen profitierte ich am meisten davon, dass ich aktuelle und gut bewährte Bewerbungsstrategien erlernen konnte. Zusätzlich gewann ich bei den ver-schiedenen Bürotätigkeiten und in der Arbeitsstrukturierung an neuem Wissen. Die mir zugeteilten Aufgaben wurden immer anspruchsvoller. Ich durfte sie selbständig aus-führen. Das ganze Team hat mich dabei immer unterstützt. 

Es gibt viele Ressourcen, die ich erweitern konnte. Die Nennenswertesten sind: mein Basiswissen im kaufmännischen Bereich und meine Schulkenntnisse. Seit dem Start meines Einsatzes im Netzwerk Grenchen habe ich mehr Selbstvertrauen, einen stär-keren Charakter und mehr Motivation im beruflichen sowie im privaten Leben.

Die grösste Herausforderung war eine Lehrstelle zu finden.

Im Netzwerk Grenchen hatte ich während der Arbeitszeit die Möglichkeit, mich zu bewerben. Dabei wurde ich von den Fachpersonen Arbeitsintegration und einer IV-Eingliederungsfachperson unterstützt. Die Lehrstellensuche war sehr hart. Ich erhielt viele Absagen. Doch es gelang mir, mich immer wieder zu motivieren und nicht aufzu-geben. Ich habe mir stets gesagt, dass es klappt und ich eine Stelle finden werde. Dann wurde eine KV-Lehrstelle im Netzwerk Grenchen ab August 2020 ausgeschrieben. Nach Rücksprache mit meiner Fachperson Arbeitsintegration und den Fachleitenden in der Abteilung Büro Dienstleistungen fasste ich den Mut, mich zu bewerben. Die Chancen für mich standen gut: Das Team erlebte mich bereits bei der Arbeit und das Netzwerk Grenchen suchte keinen Schulabgänger. Nach dem Auswahlverfahren erhielt ich die Zusage und war überglücklich.

Zukunftspläne? Wo ich mich in 5 Jahren sehe? Das weiss ich noch nicht. Aber sicher ist, dass ich in 3 Jahren mein Diplom Kaufmann E- oder M-Profil in der Tasche habe. 

Stellensuchenden Personen im Netzwerk Grenchen empfehle ich, sich nach einer Ab-sage nicht entmutigen zu lassen, dran zu bleiben, denn irgendwann geht irgendwo eine Tür auf! Bei mir hat es auch fast vier Jahre gedauert, um an mein Ziel zu kommen.”

Newsletter August 2020 - Menschen

Carmelia Fontaine, Leiterin Junge Erwachsene und Abklärungen, stellt sich vor...

Die leidenschaftliche Kitesurferin tanzte und surfte in den letzten drei Jahren durch Lateinamerika, wobei sie portugiesisch wie auch spanisch lernte. Während-dessen arbeitete Carmelia seit drei Jahren temporär im Netzwerk Grenchen im Bereich der Arbeitsintegration. Nun setzt sie sich als Leiterin des Programms 18-25 für junge Erwachsene ein, um gemeinsam mit ihnen ihre Zukunft zu verwirk-lichen. Zudem ist sie auch für die Abteilung Abklärung zuständig.

Wie hast du dich in dem neuen Bereich eingelebt und wie hast du als Leiterin gestartet?

Durch die Reorganisation und die vielen Entscheidungen, welche in meinen ersten Wochen - auch bezüglich des Programms - getroffen wurden, war der Start heraus-fordernd. Da ich aber schon seit 3 Jahren immer wieder im Netzwerk Grenchen gearbeitet habe und mich hier auskenne, fiel mir der Start um einiges leichter. Die Kreativität und Dynamik im Team habe ich in dieser Anfangszeit sehr geschätzt.

 

Was ist dir beim neuen Programm mit den jungen Erwachsenen besonders wichtig?

Es ist mir wichtig, dass der Fokus auf den jungen Erwachsenen liegt. Da wir nun den praktischen und den Coaching-Teil sozusagen verschmelzen, können wir gemeinsam mit den jungen Erwachsenen konkreter und gezielter ihren Einsatz steuern. Des Weiteren finde ich klare Strukturen und Vorgaben äusserst wichtig. Wenn wir Rollen-vorbilder sein möchten, die Orientierung bieten, müssen wir als Team eng und gut zusammenarbeiten und unsere Stärken einsetzen. Jede*r soll und darf machen, was er*sie gut und vor allem gerne macht, soweit dies möglich ist.

Welche Chancen siehst du im neuen Programm?

Im neuen Programm können sich die jungen Erwachsenen gegenseitig motivieren und sich unterstützen und bewegen sich mit ihren Peers. Des Weiteren ist der Übergang in die Arbeitswelt durch unser Phasenmodell fliessender. Neu bieten wir bewusst ein weiteres Modul an; mit «Netzwerk bewegt» können die jungen Erwachsenen einen halben Tag alle 2 Wochen über Bewegung und Sport erweiterte Lernerfahrungen machen.

Newsletter Juli 2020 - Menschen

Blick nach vorne. Mit wertvollen Ratschlägen und schulischer Unterstützung 

werden Lösungen erschaffen. 

Martin Marolf, Programm Netzwerk 18-25, stellt sich vor.

 

«Mit einem frisch gebrauten Kaffee in der Hand starte ich meinen Morgen in meinen eigenen vier Wänden, um danach meiner Arbeit nachzugehen. Auch konnte ich mich vom Sozialamt ablösen. Das möchte und werde ich in fünf Jahren sagen können. Für dieses Ziel konnte ich schon viele Teilschritte im Netzwerk Grenchen meistern.

 

Für meine persönlichen und schulischen Probleme sah ich selbst keine Lösungen und konnte mich selber zu wenig motivieren, diese anzugehen.  

Durch die Unterstützung und Ratschläge meiner Fachfrau Arbeitsintegration und der Fachleiter*innen fand ich nun wieder meine Motivation und sehe Lösungen für meine Probleme. Sie hatten immer ein offenes Ohr für mich und halfen mir weiter mit Ratschlägen fürs Leben, für die Arbeit und auch für die Freizeit. Mittwochs repetierte ich den Schulstoff in den Bereichen Mathematik, Deutsch und Allgemeinbildung  und bin nun fit für die Berufsschule.  

Durch das Schnuppern als Unterhaltspraktiker konnte ich mich persönlich vorstellen und mich von meiner Glanzseite zeigen. So habe ich mein Praktikum und meine Lehre als Unterhaltspraktiker in Brügg erhalten. Deswegen empfehle ich Stellensuchenden Schnuppereinsätze zu absolvieren, da durch den persönlichen Kontakt die Arbeitgeber sich ein besseres Bild von einer Person machen können.  

Aus Problemen wurden Lösungen. Durch die Unterstützung des Netzwerks Grenchen  kann ich voller Stolz mein Praktikum und meine Lehre beginnen.» 

Newsletter Mai 2020 - Menschen

Cristina Gerber, Leiterin Kaufmännische Praxisfirma Progressio stellt sich vor....

Die Progressio ist seit Februar unter einer neuen Leitung. Wir haben der offenen, dynamischen und reisefreudigen Leiterin, Cristina Gerber, drei Fragen gestellt. Sie hat Erfahrung in fünf verschiedenen Branchen unter anderem Logistik und Bildung.  

Herzlich willkommen, Cristina. Kurz nach deinem Start im Netzwerk spürten wir die Konsequenzen der Corona-Krise. Dies ist ein aussergewöhnlicher Arbeitsbeginn an einem neuen Arbeitsplatz. Wie hast du diese Situation empfunden? 

Durch meine vorherige Tätigkeit als Projektleiterin eines Digitalisierungsprojekts bei der Post bin ich mir Veränderungen und ein schnelllebiges Umfeld gewöhnt.    Jedoch war der Start bei der Progressio definitiv nicht leicht, da im zweiten Monat meiner Einführungszeit die typische Alltagsstruktur durch den Lockdown völlig  wegfiel. Ich bin ein sehr positiver Mensch und versuche immer die Chancen in einer herausfordernden Situation zu erkennen. Dies haben wir auch in der Progressio entsprechend umgesetzt und nutzten die Zeit, um die Organisation weiterzuent-wickeln und an Themen zu arbeiten, für welche die Ressourcen bei normalem Betrieb fehlen.  

 

Was ist dir als Leiterin der Progressio wichtig? 

Für mich ist der schönste Moment, wenn jemand eine Stelle findet und mit viel Freude und gut gerüstet die Progressio verlässt. Dies hinterlässt eine gute Stimmung und Zuversicht bei den temporären Mitarbeitenden. Für mich geht es um die Schaffung von positiven Erlebnissen und den dadurch entstehenden Spirit. Auch in Zukunft wollen wir die temporären Mitarbeitenden professionell auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereiten, sie motivieren und zu persönlichen Höchstleistungen anspornen. Gemeinsam mit den relevanten Interessensgruppen möchte ich das Programm der kaufmännischen Praxisfirma zukunftsorientiert und mutig gestalten, in dem wir neue Ideen testen, daraus lernen und so das Programm kontinuierlich weiterentwickeln. Dabei ist mir wichtig, dass wir den Kunden – die temporären Mitarbeitenden – mit ihren Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellen.  

 

Ihr habt die Lockdown-Zeit genutzt, um die Progressio weiterzuentwickeln und parallel das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) unterstützt. Wie habt ihr diese Zeit erlebt? 

Ich finde es eine tolle Chance, dass wir das AWA unterstützen durften. Es gab uns die Möglichkeit in der Corona-Zeit sinnvolle Arbeit zu leisten. Als wir die hohen Stapel von Kurzarbeitsgesuchen vor Ort sahen, wurde uns die Notwendigkeit unserer Hilfe nochmals bewusster. Das ganze Progressio-Team half sehr gerne mit, wodurch der Teamzusammenhalt verstärkt wurde und die Solidarität im Mittelpunkt stand. Auch die engere Zusammenarbeit mit dem AWA empfanden wir als sehr berei-chernd.  

 

Vielen Dank für dieses interessante Gespräch, Cristina. 

netzwerk grenchen, kapellstrasse 26, 2540 grenchen / tel: 032 513 65 00